Das Festival ist nach WOW ART LU 2017 das 2. seiner Art. In 60 Veranstaltungen, darunter Vorträge, Talkrunden und Workshops, haben wir mit 80 Gäste aus insgesamt 9 Städten die Themen Leerstandsbespielung, Zwischennutzung und die Möglichkeiten der zivilgesellschaftlichen Stadtgestaltung diskutiert. Die Inhaltlichen Formate wurden durch ein künstlerisches Rahmenprogramm mit Ausstellungen und Konzerten ergänzt. Weiter wurden über den kompletten Zeitraum Best-Practice-Beispiele aus der Region sowie positive Beispiele aus anderen Städten vorgestellt.

Das Interesse an den Themen ist groß, mehr als 1.000 Besucher nahmen an den kostenfreien Veranstaltungen teil. Ziel der Veranstaltungsreihe mit dem Slogan “Es ist deine Stadt, mach was draus!” war es Nutzungsmöglichkeiten für Leerstandsflächen aber auch den öffentlichen Raum in der Ludwigshafener Innenstadt zu identifizieren, konkrete Maßnahmen für deren Bespielung zu entwickeln und so einen Beitrag zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu leisten, ganz nach dem Tischrundenmotto “City Upgrade LU”. Dabei ging es auch um die Rolle von Kunst, Kultur & Kreativwirtschaft, Urban Art, Start Ups oder bildungsorientierten Angeboten als Motor für „kulturelle Stadt(teil)entwicklung“.

Kernthemen in den Gesprächen waren der Wunsch nach Begegnungsstätten, die Notwendigkeit von Räumen für Engagement sowie die Kollektivierung bzw. Bündelung von bereits bestehenden Initiativen, beispielsweise im Bereich der freien Kunst oder der Soziokultur. In mehreren Talkrunden wurde auch immer wieder der Bedarf an einem Quartiers- oder Communitymanagements genannt, welches als Thementreiber aber auch als Schnittstelle zur Stadtverwaltung fungiert und die Interessen des Innenstadtquartiers vertritt.

Die inhaltliche Aufarbeitung des Festivals in Form eines Ergebnisberichtes erfolgt in den nächsten Wochen, diesen werden wir dann auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. So können wir den Diskurs in regelmäßigen Gesprächsformaten auf dieser gemeinsamen Grundlage fortführen. Dabei geht es auch um das Ableiten realisierbarer und nachhaltiger Maßnahmen, die den erarbeiteten Bedürfnissen entsprechen, bestehende Projekte sowie Initiativen einbinden aber auch zu uns als Stadt passen – das beinhaltet gerade auch für alle zugängliche, diverse und interkulturelle Angebote.

Als positive Ergebnisse lassen sich bereits jetzt die Kooperationen mit der kulturellen Stadtentwicklung Mannheim und Heidelberg sowie die Entstehung von regionalen aber auch überregionalen Netzwerken nennen. Zusätzlich haben wir Erkenntnisse gewonnen, wie sich die zukünftige Zwischennutzung von Leerständen fördern und erleichtern lässt. Weiter haben sich konkrete Folgeprojekte zur Bespielung von leerer Ladenflächen in der Innenstadt entwickelt, die die Tischrunde in den kommenden Monaten gemeinsam mit Partnern wie BASF, Stadt Ludwigshafen, Wilhelm-Hack-Museum, Staatsphilharmonie, Gründungsbüro oder der HWG umsetzen wird. In diesem Zusammenhang werden wir auch das genannte Communitymanagement installieren, in Absprache mit den Projektpartnern, der Lukom und der Stadt. Aufgrund der guten Erfahrungen und der positiven Rückmeldungen können wir uns die Fortführung des Nukleus-Festival in 2020 sehr gut vorstellen.

Nukleus-Team 2019:
Mathias Berkel (Vorsitzender Tischrunde Ludwigshafen)
Eric Seitz (Projektleitung Nukleus)
Delia Rothas (Programm & Realisierung Nukleus)
Andreas Heinrich (Programm & Realisierung Nukleus)

Stimmen aus der Presse:
Artikel vom 25.09.2019 “Kultur im Leerstand kommt gut an”
Artikel vom 25.09.2019 “Talk und Tischtennis”
Artikel vom 01.10.2019 “Stadt braucht etwas, was hip ist”
Artikel vom 07.10.2019 “Kulturaktionen statt Leerstände”
Artikel vom 07.10.2019 “Raum für Anarchismus”
Artikel vom 10.10.2019 “Kampfsport, Kunst und Internet verbinden”
Artikel vom 16.10.2019 “Wie man öffentliche Räume erobert”
Artikel vom 02.11.2019 “Fortsetzung folgt”

Quelle: Nukleus