Georg Büchners zerbrechliches Fragment, eines der bedeutendsten und einflussreichsten Dramen der deutschen Literatur, basiert auf dem Fall des Soldaten und Friseurs Johann Christian Woyzeck, der seine Geliebte erstach und dafür zum Tode verurteilt wurde. Büchner waren die Fakten des historischen Kriminalfalls bekannt, über den juristische, medizinische und psychologische Gutachten verfasst wurden. Er zeigt einen Eifersuchtsmord und seine Vorgeschichte: Woyzeck, guter Kerl und armer Teufel“, finanziell an den untersten Rand der Gesellschaft gedrängt, von seinen Vorgesetzten gedemütigt, von der Wissenschaft zum Studienobjekt gemacht, ist dem radikalen Mangel an Empathie seiner Umwelt ausgeliefert. So wird er schuldig, nachdem seine Ängste, Triebe und Begierden obszön aufbrechen. Doch Woyzeck geht weit über den traurigen Einzelfall einer geschundenen Kreatur hinaus. Büchner untersucht am Subjekt Woyzeck“ die immer gültige Frage unserer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die außer uns liegen“, nach sozialen Verhältnissen, individueller Freiheit und schicksalhafter Determination.

Der Regisseur Ulrich Rasche, der aufgrund seiner formstrengen Chorprojekte und überwältigenden Bühnenbilder als einer der außergewöhnlichsten Regisseure seiner Generation gilt und mit seiner Inszenierung von Schillers Die Räuber zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen wurde, arbeitet erstmalig für das Theater Basel. Auch mit seiner Woyzeck-Inszenierung ist Ulrich Rasche zum Berliner Theatertreffen 2018 eingeladen. Quelle: Theater im Pfalzbau

 

Souddesign
Alexander Maschke

Licht
Cornelius Hunziker

Chorleitung
Toni Jessen

Dramaturgie
Constanze Kargl

Mit
Franziska Hackl, Barbara Horvath; Toni Jessen, Florian von Mateuffel, Nicola Mastroberardino, Justus Pfankuch, Max Rothbart, Thiemo Strutzenberger, Michael Wächter

Livemusik
Theo Evers (E-Bass), Sebastian Hirsig (Piano), Katelyn King (Schlagzeug), Alexander Maschke (Viola), Lucas Rössner (Fagott)

Preise
40 € / 34 € / 28 € / 22 €