Mit Sprachkraft und beißendem Humor singt Miroslava Svolikova ein doppeldeutiges Loblied auf Eigenverantwortung, Selbstoptimierung und ewigen Wettbewerb. Kompromisslos entwirft sie die Chronologie unserer Kontinentalgeschichte als Farce: Eine Geschichte der Eroberung, der Kriege und Klassenkämpfe.

Der Text von Miroslava Svolikova nimmt in der Karlsruher Fassung ungeheure Fahrt auf. Alia Luque, die als freie Regisseurin am Schauspiel Stuttgart und am Düsseldorfer Schauspielhaus gearbeitet hat, ist mit Tempo und Ironie an dieses „dramatische Gedicht” herangegangen, das sehr frei die Nöte Europas verhandelt. Bei Svolikova ersticht die mythologische Europa mit einer Haarnadel den Stier, der sie entführt hat, und beschließt: Sie will ein Land gründen, in dem nicht das Recht des Stärkeren regiert.
Süddeutsche Zeitung

Miroslava Svolikova, geboren 1986 in Wien, wurde 2016 mit dem Förderpreis des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Bereits 2015 gewann sie mit ihrem Stück die hockenden den Retzhofer Dramapreis. Damit begann die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der in Barcelona geborenen Regisseurin Alia Luque, die das Stück am Wiener Burgtheater auf die Bühne gebracht hat. In ihrer Inszenierung war Svolikovas Stück 2017 zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen. Quelle: Theater im Pfalzbau

 

Regie
Alia Luque

Bühne
Christoph Rufer

Kostüme
Ellen Hofmann

Einheitspreis
23 € / ermäßigt 13 €