Die Tiere auf der Farm wollen nicht länger unter dem Joch des Bauern stehen. Sie planen eine Revolution, doch die Revolution scheitert. Ihre Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erstickt im totalitären Anspruch einer von der Macht berauschten Clique. Die Farm der Tiere verfällt der Herrschaft der Schweine und ihrem Oberhaupt, dem Eber Napoleon. Angst und Schrecken breiten sich auf der Farm aus. Und selbst die sieben Gebote der Revolution wandeln sich unmerklich: »Alle Tiere sind gleich« wird erweitert zu »aber manche sind gleicher«.
Dieser von Orwell selbst als Märchen bezeichnete Roman ist ein Lehrstück über den Aufbau eines totalitären Regimes. Veröffentlicht 1945, zeichnet er den Verlauf der russischen Oktoberrevolution und die Errichtung der Diktatur des Proletariats nach. Heute, wo in vielen Teilen der Welt die Errungenschaften der Demokratie leichtfertig in Frage gestellt oder schrittweise rückgängig gemacht werden, erlangt »Animal Farm« erneut Aktualität.

Regie führt Luise Voigt, die 2017 im Botanischen Garten Heidelberg die deutschsprachige Erstaufführung »Wo die Barbaren leben« inszenierte und 2018 am Oldenburgischen Staatstheater bereits George Orwells bedrückende Zukunftsvision »1984« mit großem Erfolg auf die Bühne brachte. Quelle: Theater und Orchester Heidelberg

 

Ort
Marguerre-Saal

Besetzung
Regie Luise Voigt
Bühne Stefanie Grau
Kostüme Nina Kroschinske
Musik Björn SC Deigner
Video Stefan Bischoff
Dramaturgie Jürgen Popig
Theaterpädagogik Katharina Berger
Mit Sheila Eckhardt, Hans Fleischmann, Lisa Förster, Daniel Friedl, Raphael Gehrmann, Magdalena Neuhaus, Jonah Moritz Quast, Andreas Seifert, Olaf Weißenberg, Friedrich Witte