Der Vorgänger „Collection“ kompilierte noch das Beste von Sophies DIY-Bandcamp-Stücken. “Clean” dagegen ist das nächste Level, nicht nur klangtechnisch. An den Reglern saß Gabe Wax (Deerhunter, War on Drugs, Beirut) in NYC und abgemischt wurde von Ali Chant (PJ Harvey, Perfume Genius, Aldous Harding).
Sophie singt von vergifteten Beziehungen und Schicksalen. Oder, wie sie selbst ihr beschreibt: „Die Lieder können süß und etwas böse sein, sie können glücklich melancholisch sein. Sie gehören auf Playlists & Mixes, um mit Freunden geteilt zu werden oder auf langen Autofahrten gehört zu werden“.
Was steht bei der Verführung von Kansas auf dem Spiel? Nach der neuen Veröffentlichung von Priests werden wir es alle am 5. April wissen. Denn dann erscheint die zweite LP „The Seduction of Kansas“ der Post-Punks über ihre eigenes Label Sister Polygon Records. Bis dahin verkürzt uns das Trio um die Sängerin Katie Alice Greer die Wartezeit mit einem neuen Video zum gleichnamigen famosen Titeltrack. Außerdem kündigen Priests ihre Welttournee an, die das Trio aus Washington, D.C. auch nach Deutschland führen wird. Zu den fünf Terminen ist ein buntes Publikum explizit willkommen und erwünscht!
Die politische Haltung der Band spiegelt sich auch in der ersten Single „The Seduction of Kansas“ wieder, die Priests’ bisher reinster Popsong to date ist. Er ist dunkel und glitzernd – obwohl er immer noch etwas Fantastisches an sich hat, dekadent und unruhig zugleich. Inspiriert ist die Single von Thomas Franks 2004 veröffentlichtem Sachbuch „What’s the Matter With Kansas?“. Darin erforscht der US-Journalist die ideologische Bedeutung seiner Heimatstadt, die in der Vergangenheit oft die Richtung vorhergesagt hat, in die sich die USA politisch bewegt haben.

Der Song veranschaulicht, was Priests am besten können: Das Trio regt zum Nachdenken an, konfrontiert uns mit komplexen Fragen statt einfache Antworten auf die Realität zu geben. Was den Verführungsaspekt betrifft: lange Zeit war das Wort mit Vergnügen oder Sex konnotiert – es kann aber auch zu Propagandazwecken missbraucht werden, zu einer Taktik der Manipulation, zu einem Trick in der Politik der Überzeugung. “There’s something sinister about the idea of seducing a whole state,” stellt Schlagzeuger Daniele Daniele fest. “You’re clearly up to something. Why would you do it?” Der Titel des Albums ist ein „moving target“, ein bewegliches Ziel also, das Fragen nach den Realitäten und Mythologien Amerikas im Jahr 2019 untersucht, ohne sich einfachen Antworten hinzugeben. Präsentiert von ByteFM und Musikexpress. Quelle: Karlstorbahnhof

Support: Kiran Leonard

Einlass
20:00 Uhr

Kosten
Eintritt Abendkasse 22€ / Vorverkauf 20,80€

Info
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