Polen in Deutschland – das ist eine Geschichte mit unendlich vielen Facetten. Dabei geht es nicht nur um Bekannte(s) (wie z.B. Berlin, Ruhrpolen, Pflegekräfte oder Lukas Podolski), sondern auch und vor allem um das Unbekannte oder um Dinge, die nicht in erster Linie mit Polen in Verbindung gebracht werden. Der Bogen spannt sich von A bis Z: Von der kaschubischen Bauerstochter Paula Anderson, die vorgab, die Zarentochter Anastasia zu sein, bis zur Stadt Zweibrücken, in der für einige Jahre der vertriebene polnische König Stanisław Leszczyński sein Quartier genommen hatte. Das reich bebilderte und aufwändig gestaltete Lesebuchlexikon „Polnische Spuren in Deutschland“ wurde vom Deutschen Polen-Institut in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben. So geht es um die Geschichte der „Polenbegeisterung“ im 19. Jahrhundert (Hambacher Fest), Migrationsströmungen inklusive der jahrzehntelangen Praxis temporärer Beschäftigung von Polen bei der Weinlese oder auch um die erfolgreiche Integration Hunderttausender „Aussiedler“ in den 1970er und 1980er Jahren.

Autoren des Lesebuchlexikons „Polnische Spuren in Deutschland“ sind Dieter Bingen, Andrzej Kaluza, Basil Kerski und Peter Oliver Loew vom Deutschen Polen-Institut. Das Buch ist auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich.

Die Veranstaltung findet von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen, dem Deutschen Polen-Institut und dem Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/4er-Netzwerk e.V. statt. Quelle: Ernst-Bloch-Zentrum

Kosten
Der Eintritt ist frei.