Im Juli 2012 wurden im Rahmen einer Expedition zum Tuyuksu-Gletscher in Almaty / Kasachstan hochwertige Bild- und Ton-Aufnahmen des schmelzenden Eises gesammelt. Diese Aufnahmen bilden das Fundament der Gletschermusik-Performances, die sich in einer neuen Kunstform als multimediale Klanginstallation den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gletscher und die Menschen widmen. In der magischen Musik, die sich thematisch auf das Schmelzen der Gletscher bezieht, erleben die Zuschauer ein faszinierendes musikalisches Zusammenspiel von uralter kaukasischer Tradition und neuen künstlerischen Ideen. Im Zentrum der Konzerte stehen Videoprojektionen, die Inspiration geben und den Kontext der dramatischen Situation der Gletscherschmelze in den Bergen des Kaukasus auf faszinierende Weise widergeben.

Das vom Goethe-Institut in Almaty und Taschkent initiierte, international gefeierte Projekt fördert den Austausch von Kunst und Wissenschaft und lenkt Aufmerksamkeit auf die von Menschen verursachte prekäre Lage der Natur. Die audio-visuelle Performance tourt nun durch Georgien und Armenien, nach Jerewan, Kazbegi, Tbilissi/Kutaissi und Byrakan und macht auf dieser Reise auch Station bei den Festspielen Ludwigshafen.

In der Antchischati Basilika pflegten Menschen über Jahrhunderte die Tradition des charakteristisch polyphonen, also mehrstimmigen georgischen Gesangs, der sich ganz unabhängig von der westlichen Musiktradition entwickelte. Dabei hinterließen auch die zahlreichen politischen Umwälzungen in der Kaukasus-Region ihre Spuren in der Musik: Zu Zeiten der Sowejtunion war die Ausübung von Kirchenmusik gänzlich verboten, erst 1989 waren es Ensembles wie der Antchischati Chor, die die alten Traditionen wiederbelebten.

Der Antchischati Chor präsentiert nun einen Überblick über die lange Musikgeschichte Georgiens: von rituellen Gesängen über kirchliche, von Tafelgesängen über Arbeiterlieder bis zu Liedern zu Hochzeitsfesten und politischen Liedern. Dabei durchreist der Chor mit seinem Programm gleichsam sämtliche Regionen Georgiens – z. B. Kachetien, Gurien, Svanetien oder Imereti, die wiederum ihre ganz eigene Musiktradition pflegen. Quelle: Theater im Pfalzbau

Doppelkonzert
Konzert mit Anushka Chkheidze, Eto Gelashvili, Hayk Karoyi Karapetyan, Lillevan, Robert Lippok
Auftritt des Anchiskhati-Ensemble (Tbilissi)

Von und mit 
Robert Lippok und Lillevan (Berlin), Anushka Chkheidze (Tbilissi), Hayk Karoyi Karapetyan (Jerewan), Anchiskhati-Ensemble (Tbilissi) und Eto Gelashvili (Tbilissi)

Einheitspreis
23 € / ermäßigt 13 €