Das Trio Gramss / Zoubek / Ditzner bewegt sich musikalisch im freien Raum.

In guter Tradition des Instant Composing improvisieren die Musiker völlig spontan. Das allerdings bedeutet keineswegs ein völlig freies, also regelloses Musizieren, selbst wenn an die Stelle einer gemeinsamen thematischen Grundlage hier die freie Improvisation tritt. Vielmehr haben die Regeln des Zusammenspiels nur ihren allgemeinen und normativen Charakter verloren, können also frei gewählt oder überhaupt neu geschaffen werden.

Sebastian Gramss gehört bei vielen Enjoy jazz Konzerten Ditzners im Rahmen seiner „Carte Blanche“ zur Stammbesetzung. Gramss (* 13. Juli 1966 in Wilhelmshaven), deutscher Kontrabassist, Cellist und Komponist zeitgenössischer Musik und Jazz, ist ECHO-Preisträger in der Sparte Kontrabass 2013 + 2018. Als Solocellist wirkte Gramss u.a. bei Produktionen wie “Klara’s Verhältnisse” und “Picasso” am Schauspiel Bonn mit und schrieb außerdem Musik für die Tänzerin, Choreografin und Ballettdirektorin Pina Bausch.

Der Österreicher Philip Zoubek (* 1978 in Tulln an der Donau) ist ein Pianist und Komponist der Neuen Improvisationsmusik und des Avantgarde-Jazz. Bekannt ist er auch für sein Spiel am “Präparierten Klavier”, einem von John Cage um 1940 eingeführte Technik, bei der an bestimmten Stellen der Saitenchöre eines Klaviers Gegenstände wie Radiergummis, Nägel, Papier usw. eingesetzt werden, die entweder Mehrklänge, Flageoletttöne oder perkussive Klänge hervorbringen. Gerade im Bereich der Kunstmusik und im Jazz ist die Technik des Präparierens mittlerweile weit verbreitet.

Bereits im Alter von zehn Jahren begann Erwin Ditzner Schlagzeug zu spielen. Seine klassische Ausbildung als Schlagwerker am Wiesbadener Konservatorium beendete er schon nach zwei Jahren, um erste Tourneen im Rockbereich (Guru Guru, Rif, Sanfte Liebe) zu begleiten.
Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Jazz Musik seine Passion. Ditzner spielte Konzerte mit Musikern wie Peter Brötzmann, Karl Berger, Alfred Harth, Rudi Mahall oder Johannes Bauer. Der Schlagzeuger wirkte an etwa dreißig Alben mit, trat in Fernseh- und Rundfunkproduktionen von NDR, Arte, SWF, HR oder BR auf und tourte u.a. bereits durch Afrika, Europa, Nord- und Südamerika. Quelle: Wilhelm-Hack-Museum

Freuen sie sich also auf einen spannenden Abend!

www.ditzner.de

Eintritt:
15 Euro, ermäßigt 10 Euro
Vorverkauf an der Museumskasse