Phänomene wie Migration, Entfremdung und Konsumverhalten thematisiert er in seinen Tanzstücken und übersetzt sie in großartige, faszinierende Bilder. Neugierig hinterfragt er persönliche Beziehungen: Besteht eine Dominanz eines Partners oder verschmelzen die Partner zu einer Einheit?

„Noetic“, die erste Choreographie Cherkaouis für die Göteborgs Operans Danskompani, beschäftigt sich mit dem menschlichen Bedürfnis nach Strukturen und den damit einhergehenden Grenzüberschreitungen.

Das Bühnenbild des bildenden Künstlers Antony Gormley besteht aus flexiblen Stahlbändern, aus denen die Tänzer Linien, Bögen, Ringe und Kugeln konstruieren, Räume, die sie durch ihre Bewegungen aber auch erweitern und vergrößern. Innerhalb dieses Rahmens bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer auf scheinbar mechanische, automatisierte Weise.

Die Choreographie „Icon“ befasst sich mit dem Bedürfnis des Menschennach Symbol- und Leitfiguren. Grundlage des Stückes sind 3,5 Tonnen Lehm, in und mit dem das Tanzensemble auf der Bühne in gleichsam ritueller Weise agiert.

Der Bildhauer Antony Gormley setzte sich zusammen mit den Mitwirkenden intensiv mit diesem ebenso formbaren wie vergänglichen Material auseinander. In atemberaubenden, suggestiven Szenen führt Cherkaoui vor Augen, wie verwurzelt wir nach wie vor in Ritualen und Mystizismen sind. Quelle: Theater im Pfalzbau

 

Choreografien
Sidi Larbi Cherkaoui

Kosten
ab 25 €