Beginnend mit jener legendären Anzeige in einer Berliner Zeitung, in der Harry Frommermann 1927 „Tenor, Bass (Berufssänger, nicht über 25), sehr musikalisch, schönklingende Stimmen, für einzig dastehendes Ensemble unter Angabe der täglich verfügbaren Zeit“ suchte, werden Aufstieg und Scheitern der Comedian Harmonists erzählt.

In einer Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs gründen die Sänger Harry Frommermann, Robert Biberti, Ari Leschnikoff, Roman Cycowski, Erich Collin und Erwin Bootz eine Gesangsgruppe. Nach Monaten harter unbezahlter Arbeit beginnen sich die Comedian Harmonists zu etablieren. Mit ihrem perfekten Vokalgesang und raffiniert-frivolen A-cappella-Arrangements wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ werden die Sänger des Sextetts schließlich zu umjubelten Stars. Doch Collin, Cycowski und Frommermann sind Juden. Nach dem 1934 erlassenen Auftrittsverbot für jüdische Künstler treten innerhalb der Gruppe große Spannungen auf, an denen das legendäre Sextett schließlich zerbricht. Ihr musikalischer Nachlass aber ist unsterblich.

„Wochenend und Sonnenschein“, „Ein Freund, ein guter Freund“, „Veronika, der Lenz ist da“ – mit diesen unvergesslichen Liedern garantiert Die Comedian Harmonists einen beschwingten Abend. Aber Greiffenhagen lässt auch das Berlin der späten 20er Jahre mit seinem Flair und seiner Not wieder auferstehen und schafft so ein faszinierendes und mitreißendes Sittenpanorama. Und er erzählt die Geschichte von Freundschaft und Streit zwischen sechs Männern, die vor allem eines eint – ihr unbedingter Wille zum Erfolg. Quelle: Theater im Pfalzbau

 

Musikalische Leitung
Horst Maria Merz

Inszenierung
Katharina Ramser

Kosten
35 € / 30 € / 25 € / 20 €

Einheitspreis 14:30 Uhr
23 € / ermäßigt 13 €