Die Werke in der Ausstellung thematisieren vor allem die Rolle der Fotografie für das Einkaufen in Zeiten des Online-Handels. Was bedeutet es wenn Waren nur noch durch andere Waren – Computer, Handys, Tablets, kurz Bildschirme – kommuniziert werden? Und wenn das Befühlen im Geschäft durch das Wischen auf dem Touchscreen ersetzt wird? Wenn diese Distanz, diese Vorenthaltung des echten Gegenstandes überhaupt erst das Verlangen nach ihm erzeugt? Diese und andere Fragen zur Komplizenschaft der Fotografie in der Entstehung des modernen Kapitalismus stehen im Zentrum von Schawelkas Arbeiten.

Laura Schawelka (geboren 1988 in München) studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main und schloss dort 2013 mit dem Meisterschüler bei Prof. Tobias Rehberger ab. 2015 erhielt sie den Master of Fine Arts am California Institute of the Arts in Los Angeles. 2017 zog sie als Atelierstipendiatin der Hessischen Kulturstiftung nach Paris. Quelle: Wilhelm-Hack-Museum

 

Kuratorin
Astrid Ihle