Geburtstag, das gehörte für diesen Musiker „schon zusammen, als er in lokalen Rhythm-and-Blues-Bands von Philadelphia zu Beginn der fünfziger Jahre ins Horn blies und seine bemerkenswerte Karriere begann. Für ihn war es das alte Prinzip von ‚Call and Response‘ aus der Kirchenmusik der Schwarzen, übertragen in gesellschaftliche Verhältnisse.“ Diese Karriere ist in der Tat bemerkenswert und muss hier nicht nacherzählt werden – immerhin ist Shepp dem EJ-Publikum wohlvertraut.

Die tiefe Verwurzelung des politisch hellwachen Avantgardisten in der Tradition, deren stete Vergegenwärtigung und Überschreitung lässt sich bei allen Aufnahmen und Auftritten des Genies hören – ganz besonders aber in den intimen Duo-Momenten, etwa mit den Pianisten Dollar Brand, Horace Parlan oder Joachim Kühn. Nun darf man ihn mit einem der facettenreichsten Pianisten seiner Generation im Zwiegespräch erleben: Jason Moran, der öfter mit Shepp auf der Bühne stand, ist mit seinem an Thelonious Monk geschultem Ton, seiner extremen Ausdruckskraft und Wandlungsfähigkeit ein kongenialer Partner für Shepps raues, seelenvolles, wütendes, also die gesamte emotionale Skala umfassendes Spiel. Dieses Zusammentreffen zweier Solisten, zwischen denen nur auf dem Papier 40 Lebensjahre liegen, dürfte einer der Festivalhöhepunkte sein. Quelle: Enjoy Jazz

 

Ort
Alte Feuerwache Mannheim

VVK
30 € zzgl. Geb

AK
35 €

Einlass
19:00