Im Mittelpunkt des Konzertabends steht die Aufführung der „Kantate zu Herrn Meiers erstem Geburtstag”. Dieses selten aufgeführte Werk schrieb der Komponist Hanns Eisler im September 1938 zum ersten Geburtstag des Sohns von Ernst Bloch, der scherzhaft „Herr Meier” genannt wurde: „Wir freu’n uns sehr berichten zu können, dass Herr Meier nie grundlos weint …”. Das war im ersten Jahr des amerikanischen Exils, auf der Flucht vor dem faschistischen Deutschland, das sowohl die Werke Eislers als auch die von Bloch auf den Index gesetzt hatte.
Hanns Eisler und Ernst Bloch waren gut miteinander bekannt. Insbesondere in den schwierigen Jahren des amerikanischen Exils war Eisler für Bloch ein häufiger und geschätzter Gesprächspartner.

Neben der Kantate in vier Sätzen, werden am Abend noch weitere Exil-Lieder von Hanns Eisler zur Aufführung kommen, die meist in der Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht entstanden. So, „das Lied vom Soldaten”, „Wie der Wind weht” oder die bekannte Kinderhymne. Außerdem thematisch verwandte Musikstücke aus der Türkei oder Italien, sowie Songs von Bernd Köhler, Franz-Josef Degenhardt oder Bettina Wegener. Aufgeführt und neu bearbeitet durch „ewo2 – das kleine elektronische weltorchester” rund um den Mannheimer Texter und Sänger Bernd Köhler.

Das vor 20 Jahren gegründete Ensemble gehört heute zu den bundesweit wichtigsten Musikformationen im Bereich politisches Lied. Mehrere Auszeichnungen, darunter der „Preis der deutschen Schallplattenkritik”, unterstreichen die Qualität und herausgehobene Bedeutung der experimentellen Formation. ewo2 spielt in der Besetzung: Bernd Köhler (Gesang, Gitarre), Laurent Leroi (Akkordeon), Jan Lindqvist, (E-Gitarre, Dobro) und Joachim Romeis (Geige). Quelle: Ernst-Bloch-Zentrum

 

Eintritt
8 Euro, ermäßigt 4 Euro