Der 1970 geborene, kommunistisch-marxistische Autor Dietmar Dath kann als der wichtigste deutsche Science-fiction Autor der Gegenwart tituliert werden. Ein Mathe-, Physik-, Pop-, Hermeneutik- und Polit-Liebhaber, der wilder, weiter denken, spinnen, kreuzen, belehren und überraschen will, als die viel schnittigeren eingleisigen Experten.

Als ehemaliger Spex-Chefredakteur, sowie Feuilletonredakteur der FAZ beschäftigt er sich mit gesellschafts-politischen Themen, jedoch mitten in der Welt der Phantastik. Mit seinem vorherigen Roman »Die Abschaffung der Arten« stand 2008 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde 2009 mit dem Kurd Laßwitz Preis ausgezeichnet.

Der Roman „Venus siegt“ erzählt von einem Sozialexperiment auf dem Planeten Venus aus der Sicht eines Elitekindes. Ist es möglich, eine Verschmelzung von künstlicher Netzintelligenz, Robotik und der Menschheit in einem System ohne jegliche Klassenunterschiede zu erreichen? Der Kampf für ein Leben ohne Ausbeutung und Abhängigkeit geht unter der Diktatur der Programmiererin Leona Christensen einher mit Terror, grauenhafter Gewalt und Zwang gegen die neuen Ideale.

Vor dem jungen Erzähler liegt ein steiniger Weg, gepflastert „…voller Liebe, Intrigen, fantasievoller Science-Fiction-Welten und politischer Machtkämpfe in intergalaktischem Ausmaß.« (Claudia Söllner, Zauberwelten-Online). Ein ergreifendes Buch, das „…einen substanziell kritischen Beitrag zur derzeit […] überall geführten Debatte, wie Digitalisierung und Robotik zu bewerten sind.« (Florian Schmid, der Freitag) liefert. Quelle: Ernst-Bloch-Zentrum

 

Kosten
8 €
ermäßigt 4 €