Die Arbeit entstand 1916 und wird damit Ernsts Frühwerk zugeordnet. Dieses wurde von der Forschung, die seine Arbeitsweise noch bis 1919 in der Orientierung an Expressionismus, Kubismus sowie Futurismus verhaftet sieht, bisher meist vernachlässigt. Die Ausstellung setzt hingegen mit der These an, dass Ernst bereits 1916 im Werk Vegetation Gestaltungsmittel anwendet, die in seinen späteren Schaffensphasen immanent wichtig werden: Die Arbeit zeigt Motive – die Pflanze, den Vogel und den Schmetterling –, die im gesamten Werk des Künstlers von herausragender Bedeutung sind.

Auch hier zum Zuge kommende Gestaltungsprinzipen, wie die Synthese von Lebewesen und Natur sowie die Verdichtung der Bildfläche zu einem kaum zu durchdringenden Formennetz, werden insbesondere ab Mitte der 1920er Jahre wichtig für sein Schaffen.Die Ausstellung wird begleitet von einer Publikation, die im Wienand Verlag erscheint und neben einem Beitrag zur kunsthistorischen Bedeutung des Gemäldes einen maltechnischen und objekthistorischen Befund enthält. Quelle: Wilhelm-Hack-Museum

 

Kuratorin
Julia Nebenführ