Im historischen Teil zeigt die Ausstellung Fotos, Briefe und Werkmanuskripte aus dem Archiv der Akademie der Künste Berlin, insbesondere aus Nachlässen von Künstlern, die mit ihren Kindern zwischen 1933 und 1945 ins Exil gehen mussten. Bisher wenig oder kaum beachtet, wird die Perspektive der mit ihren Eltern geflohenen Kindern sichtbar, der Töchter und Söhne von Walter Benjamin, Bertolt Brecht und Helene Weigel, George Grosz, Wieland Herzfelde, Anna Seghers, Arnold Zweig und anderen.

Auch Ernst Bloch floh mit seiner Frau Karola und dem damals knapp einjährigen Sohn Jan Robert über Prag in die USA. Ihre Exilerfahrungen haben viele der damals Erwachsenen schriftstellerisch verarbeitet. Diese Ausstellung spürt dem Schicksal ihrer Kinder nach: Wie erging es den entwurzelten Nachkommen der Geflüchteten im Exil? Diese Frage ist angesichts der Familien und Kinder, die auf der Flucht vor Krieg und Katastrophen zu uns nach Deutschland gekommen sind, aktueller denn je. In Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin. Quelle: Ernst-Bloch-Zentrum

 

Kuratorin
Dr. Gesine Bey